Mikroplastik: Wo ist es überall drin und wie schädlich ist es für uns?

Ich möchte mich heute mit euch noch einmal dem Thema Mikroplastik widmen.

Mikroplastik dient als Putzkörperchen in z.B. Zahnpasten und Cremes. Damit wird ein Peeling-Effekt erzielt. Aber nicht nur in diesen Produkten finden sich die kleinen Mikrokügelchen, sondern auch in Duschgels, Shampoos, Make-Up usw. Ja auch im Make-Up. Im Puder, Lipgloss, in ganz vielen Produkten ist der Plastik enthalten. Ist so etwas denn überhaupt nötig?? Wir sprechen hier von einem sogenannten primären Mikroplastik.

Nun gibt es auch noch ein sekundäres Mikroplastik, welche durch Plastikabfälle wie Netze, Kunststoffpellets, Einkaufstüten usw. entstehen. Vieles davon schwimmt leider in unseren Gewässern umher. Es wird dort immer kleiner gerieben, bis nur noch mikroskopisch kleine Partikelchen davon übrig sind. Die Walschutzorganisation WDCS hat ausgerechnet, dass in Teilen der Nordsee offenbar mehr Mikroplastik als Plankton zu finden ist. Ist das nicht einfach nur unglaublich? Plankton ist immer noch ein Hauptnahrungsbestandteil für viele unserer Meeresbewohner.

Widmen wir uns aber wieder dem primären Mikroplastik, also dem Plastik, welcher in unseren Kosmetikprodukten enthalten ist. Diese ganzen Plastikpartikel landen natürlich alle in unserem Abwasser. Da die Partikel aber so klitzeklein sind, können die meisten davon von den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. Was geschieht? Sie landen wieder im allgemeinen Wasserkreislauf (Flüsse, Seen und auch Meeren). Und noch einmal als Reminder: Plastik benötigt 500 Jahre!!! und mehr um sich komplett aufzulösen. Das ist eine Ewigkeit und in der Zwischenzeit landet der Mirkoplastik wieder in unserer Nahrungskette. Da sind wir ja eigentlich selber Schuld und ist schon ein Wink mit dem Zaunpfahl, finde ich.

Es wurde festgestellt, dass Honig, Trinkwasser und auch z.B. Bier bereits über nachweisbare Spuren von Mikroplastik verfügen. Über den Wasserkreislauf gelangt Mikroplastik ins Trinkwasser und dieses wird weiterverarbeitet. Entweder trinken wir es direkt selber als Mineralwasser oder es wird weiterverarbeitet. Wir vergiften uns somit selber, auch diejenigen von uns die das gar nicht wollen und bewusst auf solche Produkte verzichten und ihren Abfall fachgerecht entsorgen und nicht z.B. einfach am Strand rumliegen lassen.

Bisher sind die Auswirkungen von Mikroplastik noch nicht genügend erforscht. Aussagekräftige Studien dazu gibt es noch nicht. Allerdings wurde ein Test mit Muscheln gemacht. Die Muschel gilt als eines der vielen Lebewesen, welche das Wasser auf der Suche nach Nahrung durchfiltert. Das Ergebnis war, dass die Muscheln Nanoplastik-Partikel im Gewebe ansetzen, was auf die Dauer entzündliche Prozesse auslöst. Ziemlich heftige sogar. Das geschieht, weil der Mikroplastik so verkleinert ist, dass es sogenannt „zellgängig“ wird. Das heisst, es kann sich im Körper ablagern. Forscher gehen davon aus, dass es sich so in ähnlicher Weise auch im menschlichen Körper ansammeln kann und somit zu verschiedenen Entzündungen führen könnte.

Und die ganzen Plastikteilchen, welche im Meer umherschwimmen, werden von den Meerestieren gefressen, welche wiederrum auf unseren Tellern landen. Welch Ironie.

Ich möchte ganz gewiss niemandem vorschreiben, welche Produkte er benutzen soll und welche nicht, da auch ich ja ganz oft Produkte auf meiner Website vorstellen, die von dieser Thematik ganz bestimmt auch betroffen sind. Aber ich kann wenigstens versuchen, meinen Blickwinkel für diese Thematik zu weiten und zumindest versuchen meine Produkte bewusster auszusuchen und um so meinen Beitrag an die Umwelt und unserer Gesundheit zu leisten. Wir haben nur eine Welt und nur diese eine Gesundheit. Versuchen wir gemeinsam diese zu erhalten. Was meint ihr?

In den nächsten Tagen zeige ich euch ein paar Alternativprodukte auf, welche ganz frei von Plastik sind. Vielleicht habt ihr ja Lust, das eine oder andere auszuprobieren? Ich musste überrascht feststellen, dass das eine oder andere Produkt sogar bei mir zu Hause schon da steht 🙂

Herzlichst, eure Daniela

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